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Abb. 2 Blick von Norden auf die Überreste der Festung Lernapat (Distrikt Gugark) (M. Herles)

Survey in der Provinz Lori (Nordarmenien)

Armenien, 2016

Seit 2016 findet im Zuge eines neuen Armenisch-deutschen Projektes ein flächendeckender SUrvey in der nordarmenischen Provinz Lori statt. Die Leitung des Projektes obliegt auf armenischer Seite Ruben Davtyan M.A. (Institute for Archaeology and Ethnography at the Academy of Science, Yerevan) sowie auf deutscher Seite Dr. Michael Herles (LMU München). 

Es wurden die Distrikte Tashir, Stepanavan, Spitak und Gugark begangen und Fundstätten aller Zeitstufen dokumentiert, um so in einem ersten Schritt eine Konstruktion des Landschaftsbildes in einer longue durée erfassen zu können.

In einem zweiten Schritt wird eine Verknüpfung zu den Untersuchungen in Oshakan hergestellt. Da es sich bei dieser Festung offensichtlich um eine Grenzbefestigung handelt, soll überprüft werden, inwieweit sich die urartäische Dominanz über die lokale Bevölkerung im archäologischen Befund widerspiegelt. Aus diesem Grund werden die erzielten Ergebnisse in Oshakan (innerhalb des Urartäischen Reiches gelegen) mit denen aus Lori (sicher außerhalb aber in direkter Nachbarschaft des Urartäischen Reiches gelegen) verglichen werden. Weiterhin wird versucht, die Interaktion der indigenen, lokalen Bevölkerung mit den Urartäern herauszuarbeiten. Einzelne Belege innerhalb der Fundplätze in Lori wie z.B. Lernapat oder Lori Berd belegen den Austausch dieser nördlichen Region mit dem Urartäischen Reich. 

Literatur

Herles, M. / Davtyan, R. 2017, Neue Untersuchungen in der Provinz Lori (Armenien). MDOG 149, 9-56

Herles, M. / Davtyan, R. i.D. Bericht über den zweiten Survey in der Provinz Lori (Armenien). MDOG 150

 

Kontakt: Dr. Michael Herles: michael.herles@vaa.fak12.uni-muenchen.de