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Babylon heute

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Babylon heute Babylon Beirat Leitbild und Richtlinien für die Arbeit des "Babylon-Beirats"

Mit der Förderung eines Kooperationsprojektes zwischen Vorderasiatischem Museum und Freier Universität Berlin durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft wurde deutlich, dass Fundmaterial und Dokumentation zu Babylon weitaus umfangreicher sind, als dies die bisherigen Schätzungen erwarten ließen. Diese wissenschaftssystematische Untersuchung zur sammlungsbezogenen Grundlagenforschung stand unter Leitung von Prof. Dr. Eva Cancik-Kirschbaum (Freie Universität Berlin) einerseits und Prof. Dr. Joachim Marzahn (VAM), Prof. Dr. Markus Hilgert, gefolgt von Dr. Lutz Martin, und schließlich Prof. Dr. Barbara Helwing für das Vorderasiatische Museum andererseits. Ziel war es, einen Überblick über das vorhandene Material zu gewinnen und modellhaft eine digitale Basis für die Forschung an Objekten und Dokumentation zu schaffen.

Von den erfassten ca. 77.500 Artefakten befindet sich circa ein Drittel in Berlin, der größte Teil ist unbearbeitet. Zum Babylon-Bestand des Vorderasiatischen Museums und der Deutschen Orient-Gesellschaft gehören außerdem rund 12.000 Dokumentationsobjekte in Form von Tagebüchern, Zeichnungen, Plänen, Fotografien etc. Zusätzlich konnte die Dokumentation der Arbeiten des Deutschen Archäologischen Institutes in Babylon aus dem Zeitraum 1962-1973 berücksichtigt werden. Im Zuge der Projektarbeit wurde ein beträchtlicher Teil dieser Dokumentation digitalisiert und zusammen mit den Kopfdaten zu den Artefakten in eine digitale Forschungsplattform aufgenommen. Diese Forschungsplattform wird zukünftig für weitere Forschungen zu Babylon zur Verfügung stehen. Sie ist als dynamisches System konzipiert, das von einem Rückfluss neuer Forschungsdaten lebt und so erweitert werden kann.

Zur konzertierten Erschließung der Daten und der Förderung weiterer Forschungen zu Babylon wurde im Frühjahr 2021 der "Babylon-Beirat" ins Leben gerufen. Er steht als Ansprechpartner für wissenschaftliche Projektanfragen zur Verfügung steht. Sein Ziel ist eine Tiefenerschließung der bestehenden Daten, eine infrastrukturelle Unterstützung von Forschungsprojekten zu Babylon und die Verbreitung neuer Erkenntnisse zu einer der "ersten Weltstädte der Geschichte".

 

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